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Fragen & Antworten: Erste Hilfe und Vorbeugung bei Sonnenbrand

Ein Mann mit einem schmerzhaften, deutlich sichtbaren Sonnenbrand auf den Schultern cremt sich die Haut ein.

© marjan4782 AdobeStock 357594601

Auch wenn man noch so gut aufpasst, passiert es manchmal leider trotzdem: nach einem ausgiebigen, sonnigen Outdoor-Tag zeigen sich Symptome eines Sonnenbrands. Je nach Schwere sind dann verschiedene Maßnahmen notwendig, um die Beschwerden rasch zu lindern. Grundsätzlich wird empfohlen, es gar nicht erst so weit kommen zu lassen und dem Sonnenbrand so gut wie möglich vorzubeugen. Mit dem Einhalten bestimmter Regeln kann das Risiko minimiert werden.

Q&A: Wissenswertes zu Erste Hilfe-Maßnahmen bei Sonnenbrand

Wie entsteht ein Sonnenbrand?

Bekommt unsere Haut zu viel Sonne ab, entwickelt sich in den meisten Fällen ein Sonnenbrand. Das Sonnenlicht besteht grundsätzlich aus Strahlen mit unterschiedlicher Wellenlänge, dabei ist die ultraviolette Strahlung (UV-Strahlung) diejenige, die für den Sonnenbrand verantwortlich ist.

Zu unterscheiden gibt es:

  • UV-A Strahlen: sind langwellig und dringen tief in die Haut ein. Sie verursachen vorzeitige Hautalterung und schädigen unsere Haut nicht nur äußerlich.
  • UV-B Strahlen: sind kurzwellig und für Sonnenbrände verantwortlich. Sie schädigen die Zellen in der sogenannten Epidermis (Oberhaut). Dabei kommt es zu einer akuten Entzündungsreaktion in der Haut.

Unsere Haut vergisst nicht: Bei häufigen Schädigungen durch UV-Strahlung können dauerhafte Schäden am Erbmaterial entstehen. Auswirkungen durch Sonnenbestrahlung zeigen sich oftmals erst nach Jahren oder Jahrzehnten, und zwar in Form von

  • Pigmentflecken,
  • Faltenbildung oder
  • Hautkrebs.

Welche Symptome können bei einem Sonnenbrand auftreten?

Entsteht ein Sonnenbrand, kann sich das an betroffenen Hautstellen bemerkbar machen durch:

  • gerötete Haut,
  • Jucken,
  • Hitzegefühl,
  • Berührungsempfindlichkeit,
  • Schmerzen,
  • Blasenbildung
  • etc.

Was kann man bei akutem Sonnenbrand tun?

Werden erste Anzeichen eines Sonnenbrands, wie etwa Brennen, Jucken oder Rotfärbung der Haut wahrnehmbar, sollte man sofort aus der Sonne gehen!

Bemerkt man einen Sonnenbrand, können folgende Maßnahmen helfen:

  • Raus aus der Sonne und einen kühleren, schattigen Platz aufsuchen!
  • Kühlende und feuchte Umschläge auflegen!
  • Aloe-Vera Gel aus dem Kühlschrank auftragen, das kann den Juckreiz lindern!
  • Spezielle Präparate aus der Apotheke verwenden!
  • Nicht vergessen, ausreichend Wasser zu trinken!

Eine ärztliche Abklärung ist jedenfalls notwendig, wenn:

  • die Haut sehr stark gerötet ist,
  • große Hautbereiche betroffen sind,
  • Blasenbildung sowie starke Schmerzen hinzukommen,
  • Übelkeit, Erbrechen oder Kreislaufbeschwerden auftreten.

Eine medizinische Abklärung ist besonders bei Babys und Kleinkindern empfohlen, die Symptome eines Sonnenbrands zeigen.

Q&A: Vorbeugende Maßnahmen, um Sonnenbrände zu vermeiden

Wie kann ich mich vor einem Sonnenbrand schützen?

UV-Strahlung ist unter anderem ein Risikofaktor für die Entstehung von Hautkrebs. Ein verantwortungsvoller Umgang mit UV-Strahlen ist daher besonders wichtig – dazu gehört der richtige Sonnenschutz.

Besonders wichtig ist dieser für:

  • Babys, Kinder & Jugendliche,
  • Personen mit sehr hellem Teint und hellen Haaren,
  • Personen mit sehr vielen bzw. auffälligen Muttermalen,
  • Personen mit einer bereits vorangehenden Hautkrebserkrankung,
  • Personen, die familiär bedingt ein höheres Risiko für Hautkrebs haben,
  • Personen, die zum Beispiel berufsbedingt viel Zeit in der Sonne verbringen.

Sonnenschutzmittel ist bei längeren Aufenthalten im Freien keine Option, sondern ein absolutes Muss. Dabei empfiehlt es sich,

  • Sonnenmittel mit UVA- und UVB-Schutz zu verwenden,
  • einen entsprechend hohen Lichtschutzfaktor auszuwählen,
  • mindestens 30 Minuten vor dem Aufenthalt im Freien das Sonnenschutzmittel aufzutragen.

Auch Kleidungsstücke wie

  • T-Shirts (idealerweise mit eingearbeitetem UV-Schutz),
  • Hosen und
  • Kopfbedeckungen

können einen Schutz vor Sonneneinstrahlung bieten und sollten zusätzlich zu Sonnenschutzmittel verwenden werden.

UV-Strahlung kann zudem auch Schädigungen am Auge bewirken, daher ist bei starker Sonneneinstrahlung eine Sonnenbrille sehr wichtig.

Dabei zu beachten ist:

  • Kennzeichnung: bei Sonnenbrillen sollte auf deklarierten UV-Schutz geachtet werden.
  • Normen und Kategorien: idealerweise haben Sonnenbrillen eine entsprechende Tönung und einen Blaulichtfilter integriert. Zudem sollten sie auch vor Blendung schützen.

Wann sollte ich die Sonne meiden?

Zwischen 11 und 15 Uhr, also um die Mittagszeit, scheint die Sonne am intensivsten und entfaltet viel Kraft. Zu dieser Zeit sollte man die direkte Sonneneinstrahlung also idealerweise meiden und kühle Schattenplätze aufsuchen. Zudem ist die Sonneneinwirkung beispielsweise auch in großer Höhe oder in südlichen Breiten etwas intensiver: Schnee, glitzerndes Wasser oder Sand reflektieren UV-Strahlung, wodurch sie sich verstärkt.

Wichtig: Babys und Kleinkinder sollten nie der prallen Sonne ausgesetzt werden. Bei Aufenthalten im Freien ist der richtige Sonnenschutz in Form von bedeckender Kleidung für empfindliche Kinderhaut besonders wichtig.

Haben Sie noch Fragen zum Thema Sonnenbrand? Kommen Sie zu uns in die Apotheke, wir beraten Sie jederzeit gerne.

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